Sonntag, 5. September 2010

Etappe 25: Hobart - Bicheno - Launceston - Hobart (Tasmanien-Rundreise)

Hallo an alle,

nach etwas laengerer Zeit hier nun also mein Bericht von meiner 4-Tages-Rundreise durch Tasmanien. Mit insgesamt etwa 10 Leuten gings kreuz und quer ueber die Insel.

Ungefaehr 10 Leute, weil mehrere Touren in einem Bus zusammengefasst waren und am Anfang jeden Tages immer neue Leute dazu kamen und andere fertig waren.

Mit denen, die laenger blieben, verstand ich mich aber sehr gut.

Am ersten Tag fuhren wir nach Port Arthur, einem historischen Gefaengnisses des Britischen Empires, wo die Boesesten der Boesen hingebracht wurden, um hier rehabilitiert zu werden. Guantanamo laesst gruessen.

Per Boot und Walkingtour erkundeten wir das Gelaende; und das Wetter war auch wenn schon nicht gut, dann wenigstens bestaendig trocken.
Am Nachmittag besuchten wir dann noch ein Conservatory fuer den Tasmanischen Teufel. Mit Babys.

Am Abend gings dann zurueck nach Hobart, von wo wir am naechsten Morgen sehr frueh an die Ostkueste abfuhren.
Dieser zweite Tag war fuer mich das absolute Highlight der Tour. Auch wenn es wenig Programm gab, hatten wir genuegend Zeit, um ueber mehrere Stunden zur "Wineglass Bay" zu wandern.

In Australien muss man anscheinend immer allem ausgefallene Namen geben, sonst nimmt es keiner wahr.
Dieses Weinglas erinnerte aber eher an einen Nachttopf.
Aber wunderschoen wars dort trotzdem. Weisser Sandstrand, tuerkisblaues Wasser und (nur an diesem Tag) blauer Himmel.

Hab ich eigentlich erwaehnt, dass es hier gar nicht so kalt ist, wie alle immer behauptet haben. An diesem Nachmittag hab ich jedenfalls fuer eine ganze Stunde im T-Shirt am Strand gelegen. bevors dann ueber einen Kuestenwanderweg zurueck zum Bus und von dort aus nach Bicheno ging, einem kleinen Nest im Nichts.

Am dritten Tag war das "Main-Event" ein mehrstuendiger Aufenthalt an der "Bay of Fires", einer Bucht mit roten Steinen zum Draufrumklettern (die Felsen erinnerten stark an den Uluru).

Ueber mehrere Lookouts, deren Beschreibung ich mir hier mal spare (man siehts ja dann auf den Fotos) erreichten wir am Abend Launceston, was auch schon der Endpunkt der Reise war.

Aber da ja noch ein Tag ausstand, fuhren wir am 4. Tag dann in die Cradle Mountains, normalerweise DAS Highlight einer Tasmanienreise.
Diesmal allerdings ueberhaupt nicht, da es von 8 Uhr morgens bis 8 Uhr abends konstant ohne Pause durchregnete. Die geplante Wanderung um einen Bergsee wurde deshalb auch stark verkuerzt und wir verbrachten den Nachmittag dann stattdessen in einem kleinen Pub mit Heizofen in der Mitte.

Wenn ich jetzt ein Fazit dieser Tour ziehen muesste, dann wuerde ich sagen, dass sie sich leider nicht wirklich gelohnt hat.
Das liegt aber nicht an Tasmanien (was absolut sehenswert war; und auch nicht am Wetter) sondern daran, dass die Tour einfach viel zu teuer war. Verglichen zu den anderen Touren, die ich so gemacht habe, hab ich fast das Doppelte bezahlt und bekam noch nicht mal Mittag- und Abendessen, obwohl dies eigentlich in der Broschuere mit drinstand.

Zumindest was das Abendessen anging, gabs eine kurze Erklaerung (und die ist wirklich schon ueberdreist): "in the evening, we give you the freedom, to enjoy your own-prepared meal".

Uns wurde also die FREIHEIT gewaehrt, uns selber drum zu kuemmern. Unglaublich!

Naja, da Tasmanien selbst aber sehr schoen ist, war die ganze Sache am Ende dann doch zu verschmerzen.

Heute verbringe ich noch einen letzten Tag in Hobart, bevors dann am spaeteren Abend mit dem Flieger zurueck nach Melbourne geht. Mal wieder.

Was mir dort bis zu meiner Abreise noch so eingefallen ist, davon dann beim naechsten Mal.

Euer Matthias

Bilder diesmal: Tasmanien aus allen Blickwinkeln

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