Freitag, 30. Juli 2010

Etappe 17: Darwin - Litchfield NP - Kakadu NP - Darwin

Hallo an alle,

und willkommen zurueck aus der Wildnis. 3 Tage und 2 Naechte war ich mitten im Nichts im Top End.
Mit einer Tour bestehend aus 12 Leuten und einem Guide machten wir uns sehr frueh morgens auf den Weg zum Litchfield NP.
Dieser ist vor allem fuer seine riesigen Termitenhuegel bekannt. Ausserdem gabs einen traumhaften Swimming-Stopp an einem kleinen See mit Wasserfall (nicht der letzte fuer diese Reise).
Allgemein gabs eine Menge zu erwandern, weil die einzelnen Stationen immer ewig weit von ihren jeweiligen Parkplaetzen entfernt lagen. Das steigerte aber immer nur die Vorfreude.

Die Stimmung im Bus war super. Obwohl noch 4 andere Deutsche an Bord waren unterhielt ich mich die meiste Zeit auf Englisch mit einem Franzosen und einer Australierin.
So waren die ewig weiten Fahrten zwischen den Stopps doch auszuhalten.

Am Abend mit dem letzten Tageslicht erreichten wir unser Nachtlager (Campingground) zwischen den beiden NP's.

Zum ersten Mal in meinem Leben verbrechte ich eine Nacht komplett im Freien unter einem atemberaubenden Sternenhimmel mit Sternschnuppen (Wuensche werden nicht verraten!).

Am naechsten Morgen ging es noch vor Sonnenaufgang (Luke, der Guide, wollte kein Tageslicht verschwenden, wie er sagte) in den Kakadu NP.
Kakadu hat hier uebrigens nichts mit dem Vogel zu tun, sondern ist ein Aboriginalwort fuer...aeh...was anderes.

Unser erster Stopp war Ubirr, ein Lookout inmitten von Felsen mit Aboriginalmalerein. Und wenn ueberhaupt ein Ort auf dieser Erde die Bezeichnung Lookout verdient, dann ist es Ubirr.
360 Grad Blicke ueber eine Ebene bist zum Horizont. Gruene Wetlands so weit das Auge reicht. Die Bilder dazu konnten einfach nur fantastisch werden.

Den restlichen Tag fuhren wir noch zu 2 anderen Badegelegenheiten, jeweils mit kleinem Wasserfall.
In einem See waren sogar Seeschlangen.

Am spaeteren Nachmittag stand dann noch ein Bootstrip auf nem Krokodilfluss auf dem Programm. Diese Viecher sind einfach nur riesig und respekteinfloessend.

Unser 2. Nachtlager schlugen wir dann in der Naehe von einem kleinen See auf. Das fuehrte leider dazu, dass die Moskitodichte so hoch war, dass die 2. Nacht dann doch im Zelt endete.

Der dritte Tag (der nicht ganz so frueh begann wie der zweite) brachte dann nochmal Fahrten ueber ewig lange Dirt-Roads (der Name ist Programm!) und einen letzten Badestopp, bevor es dann wieder nach Darwin ging.

Ich hab mich wie ihr gemerkt habt, etwas kurz gehalten, was Beschreibungen angeht, weil die Bilder alle eigentlich viel besser wiedergeben, was fuer eine fantastische Rundreise das war.

Heute im Laufe des Tages gehts nach Alice Springs und zur naechsten Tour.
Die obligatorische Ulurutour! Was waere Australien ohne Uluru.

Bis dann

Euer Matthias

Bilder: Nationalpark-Highlights

Montag, 26. Juli 2010

Etappe 16: Cairns - Darwin

Hallo an alle,

heute ein etwas kuerzerer Blog, weil die eigentlichen Highlights hier im Northern Territory erst in den naechsten Etappen kommen.

Nach 2,5 Stunden Flug landete ich in Darwin, der Hauptstadt des Northern Territory. Diese noerdlichste Station meiner Reise ist gleichzeitig der Startpunkt zum 2. grossen Abschnitt.

War ich ja bisher nur an der Ostkueste mit maximal 5-10km Entfernung zum Ozean unterwegs, kommt jetzt praktisch das Kontrastprogramm mit rotem Staub und Oednis ueber viele Meilen.
Nach Darwin mache ich die angesprochene Highlighttour in die NP's Litchfield und Kakadu.
Danach gehts wieder per Flug weiter nach Alice Springs und von dort aus zum Ayers Rock (Uluru) und schliesslich per Ghan-Train runter nach Adelaide.

Soweit der Plan. Jetzt aber erstmal zu Darwin selbst.
Das diese Stadt die Hauptstadt eines Territoriums ist, dass 3x so gross wie Deutschland ist, merkt man absolut nicht. Das uebersichtliche Stadtzentrum war von mir innerhalb von einer Stunde komplett erkundet.
Neben mehreren schicken Parlamentsgebaeuden, ist hier vor allem die Hafenanlage erwaehnenswert. Die haben die naemlich hier zu so einer Art Wasser- und Picknickpark umgebaut. Bei durchschnittlich etwa 30 Grad und einer moerderischen Luftfeuchtigkeit, war das genau das Richtige fuer mich.

Noch schnell was zu den Zeitzonen, die hier wirklich etwas verwirrend sind: Im Winter (Mai - Nov.; kann aber auch variieren) sind folgende Zeiten gueltig: NSW, VIC, QLD: +8h; NT, SA: +7,5h; WA: +6h. Im Sommer im Rest des Jahres wird auf die Sommerzeit umgestellt (aber nicht in WA, NT und QLD): WA: +6h; NT: +7,5h; SA: +8,5h; QLD: +8h; NSW, VIC +9h.
Das fuehrt dazu, dass es im Sommer in Adelaide 12 Uhr ist, wenn es in Brisbane, was etwa 1000km weiter oestlich liegt erst 11.30 Uhr ist. Verstanden? Wenn ja: Es gibt Staedte in NSW, die im Sommer lieber die Zeit von SA annehmen und gleichzeitig Staedte in QLD, die eine Mischzeit von NT und QLD annehmen.
Die spinnen, die Australier...:-)


Morgen frueh (und diesmal wirklich frueh) gehts dann auf Tour.

Davon dann ausfuehrlicher beim naechsten Mal

Euer Matthias

Bilder aus Darwin

Samstag, 24. Juli 2010

Etappe 15: Cairns - Port Douglas - Cape Tribulation - Cairns

Hallo an alle,

am Titel des Blogs erkennt ihr schon, dass ich mich nach einer Rundtour wieder in Cairns befinde.
Vor 4 Tagen morgens war ich gestartet, indem ich mich von einem YHA-Privatshuttle nach Port Douglas bringen liess.

Port Douglas ist ein nettes kleines (mein Reisefuehrer nennt es "mondaenes") Oertchen, was eigentlich nur aus kleinen Resorts, einer Einkaufsmeile und einem Hafen besteht (deswegen ja auch "Port":-))
Im Vergleich zu anderen Oertchen mit nur einer Einkaufsmeile ist PD aber wirklich huebsch: vor allem die Strandpromenade gehoert mit der kleinen Kapelle "St.Maries at the sea" zu einem der beliebtesten Hochzeitsplaetze Australiens.

Nachdem ich das alles erkundet hatte, hatte ich gerade noch Zeit, meine Reeftour fuer den naechsten Tag zu buchen.
Teuer, aber was ist eine Australienreise schon ohne einen Schnorcheltrip am Reef?

Fuer den stolzen Preis gings dann am naechsten Morgen auf nem riesigen Kahn zum "Outer Reef", das wohl das Schoenste sein soll.

Vergleichsmoeglichkeiten hab ich zwar nicht, aber das Korallenriff ist einfach fantastisch. Korallen in allen Farben, Fische in noch mehr Farben und einen Hai hab ich auch gesehen.

Und das war keiner von diesen kleinen Riffhaien, die einem mal ein wenig am Fuss zwicken koennen.
Haette ich mich nicht hinter einer dicken Koralle versteckt, haette das Viech mich verschlungen! Im Ganzen! Und haette danach noch Hunger gehabt!

Naja vielleicht uebertreibe ich jetzt ein bisschen, aber ueber einen Meter war der Hai definitiv(Und er war bestimmt boesartig).

Generell bin ich hier uebrigens im gefaehrlichsten Teil Australiens. Ich moechte gar nicht genau wissen, was mich hier alles zu Tode stechen, beissen, kratzen, oder gleich in Gaenze fressen kann.

Zumindest was letzteres angeht, bekam ich am naechsten Tag einen Eindruck: Denn da ging meine Wildnistour nach Cape Tribulation los und die erste Station war gleich der Daintree River, der krokodilreichste Fluss in Australien, auf dem wir eine Bootstour hatten (Bild: s.u.).
Die Krokodile waren aber alle traege und wirkten nicht so, als ob sie im naechsten Moment das Boot umschmeissen wollten.

Auf der anderen Seite des Flusses begann dann die richtige Wildnis. Gruen ueber gruen soweit das Auge reicht. Aber das Auge reichte gar nicht so weit, denn das Gruen war ziemlich dicht.

Mittags erreichten wir dann mit unserem Reisebus Cape Tribulation.

Ich und eigentlich auch alle anderen, die dort ausstiegen, hatten erwartet, dass der mittlere der drei gebuchten Tage auch mit Aktivitaeten gefuellt waere. Dem war aber nicht so.
Und so musste ich mir zusammen mit einem Deutschen und einer Hollaenderin was zu tun ausdenken.

Ueber die naechsten 30 Stunden verteilt wanderten wir 4 Walkways mit Lookouts und machten dann noch eine Strandwanderung.

Da ich der einzige von uns dreien war, der dumm genug war auch noch eine zweite Nacht in dem einsamen Buschhostel zu buchen, suchte ich mir (ganz alleine in einer riesigen Wildnis) einen Knueppel und schlug damit die Zeit tot. Und die hat sich ganz schoen gewehrt.

Auf dem Rueckweg am naechsten Mittag kam dann mein Reisebus noch an einem sehr schoenen Aboriginal-Reservat (Mossman Gorge) mit reissendem Fluss mit Haengebruecke vorbei, in dem ich dann noch eine Stunde umherwanderte, bevor es mit Zwischenstopp in Port Douglas wieder zurueck nach Cairns.

Kleines Fazit der Rundreise: Sehr lohnenswert, aber ein Tag kuerzer haette eindeutig ausgereicht.

So, jetzt verbringe ich hier in Cairns (wo ich mir u.a. dieses T-Shirt gekauft hab) noch 2 Naechte, bevor dann der erste von 2 Inlandsfluegen (nach Darwin) ansteht.

Bis bald

Euer Matthias

Bilder diesmal von Port Douglas und Reef, Daintree River, Cape Tribulation und Mossman Gorge
















Montag, 19. Juli 2010

Etappe 14: Townsville - Cairns


Hallo an alle,

diesmal aus Cairns, der In-Stadt an der Ostkueste. Das liegt unter anderem daran, dass hier fast jeder Backpacker frueher oder spaeter seine Reise beginnt oder beendet oder durchkommt.

Dementsprechend hat sich Cairns auch ausgerichtet. Ich bin nicht dazu gekommen, die ganzen Reisecenter, Internetcafes oder Clubs und Bars zu zaehlen, aber es sind eine Menge.

Nachdem meine 2.Nacht in Townsville doch eher bescheiden war (Dusche funktionierte nicht, Wasserhahn tropfte, Tueren knarrten) verliess ich mich diesmal bei der Auswahl des Hostels (und wie ihr euch denken koennt, ist die hier ebenfalls nicht leicht) auf den Tipp eines Englaenders, den ich auf dem Whitsunday-Trip kennengelernt hatte.
Jetzt bin ich im Northern Greenhouse und benutze hier gerade das Free-Internet und esse eine Free-Breakfast. Nicht schlecht!

Da meine gesamten Aktivitaetsvorbereitungen alle nur bis hier ausgelegt waren, verbrachte ich den gesamten ersten Tag damit neue Touren, Hostels und anderes zu buchen.
Was dabei herausgekommen ist, lest ihr dann in den naechsten Etappen:-)

Am 2.Tag traf ich mich dann mit zwei deutschen Backpackern, die ich auf der Reise in Airlie Beach getroffen hatte und die mit nem Mietauto unterwegs waren (ich sag ja, irgendwann kommt jeder hier an).
Ich verbrachte also den Tag, indem ich mit Dani und Peter die Stadt erkundete.

Cairns ist eigentlich von der EW-Zahl her ziemlich gross (150000 EW), aber wie in fast allen australischen Staedten, ist sie relativ weitlaeufig angelegt (Platz ist ja genug). Das fuehrt dazu, dass Cairns nur ein ziemlich kleines Zentrum und endlose Vorstadtstrassen besitzt.
Dieses Zentrum ist aber wie erwaehnt total vollgestopft.

Es gibt auch noch eine sehr schoene Uferanlage mit einem kleinen Gratisfreibad (das scheints in AUS oefter zu geben).

Das Wetter war gut (also zumindest nach meinen Massstaeben; ein Aussie wuerde das wohl eher als durchwachsen bezeichnen) und so sassen wir 3 etwa 2,5 Stunden am Pool.

Abends besuchten wir dann noch die bekannteste Diskothek an der Ostkueste (das Gilligan's). Diese Disko ist gleichzeitig auch ein Hostel und wie viel Schlaf man darin findet, kann ich mir auch gut vorstellen. Da wuerde ich auf einer Autobahn mehr Ruhe kriegen.

Der dritte Tag war im Ganzen belegt von der ersten von mir neu gebuchten Tour, naemlich einem Ausflug nach Kuranda, einem Urwalddorf mit Tourismus.
Kuranda selbst gefiel mir total gut. Man konnte ueber zahlreiche Wanderwege durch den dichten Regenwald laufen (der ja praktisch direkt an der Ortsgrenze in alle Richtungen beginnt) und es gab auch noch ein paar andere Attraktionen (z.B. einen Schmetterlingsgarten, ein Gifttierhaus mit Schlagenhaltfotos:-) und das unvermeidliche Koalaknuddeln (diesmal noch guenstiger; ich glaub ich hab den teuersten Koala an der ganzen Kueste geknuddelt)).

Das eigentliche Highlight in Kuranda ist aber die Art und Weise, wie man hin und wieder zurueck gelangt.
Das tat ich naemlich per Skyrail (7,5km mit einer Gondel ueber den Urwald fliegen; Hammeraussicht) und fuhr dann zurueck mit einem Scenic Express an einer Steilklippe entlang bis ich wieder in Cairns Central ankam.
Das sich das deswegen schon gelohnt hat, ist wohl klar.

Abends erfuhr ich dann von einem kleinen Problem. Mein Rueckflug ist leider auf 2 Wochen nach hinten verschoben, weil sonst keine Plaetze mehr im Flieger freiwaren.
Das bringt das Problem mit sich, dass ich 2 Wochen mehr mit Aktivitaeten fuellen muss.
Und so waelzte ich dann gestern abend den Reisefuehrer. Da meine Fluege nach Darwin und Alice Springs schon terminiert sind, werde ich also mehr Zeit im Sueden verbringen. Vielleicht Canberra oder vielleicht sogar Tasmanien. Mal sehen.

Die naechsten Etappen bleiben aber wie geplant.

Bis bald

Euer Matthias

Bilder diesmal von Cairns und Kuranda